Knapp gescheitert
SC Lechhausen 3 - SK Mering 3: 2,5 - 3,5
23.9.2011
Viel hatten wir uns gegen die starken Meringer nicht ausgerechnet, denn erstens waren sie uns
DWZ-mäßig ein ganzes Stück voraus, und zweitens konnten wir im Gegensatz zu ihnen nicht in
unserer (vermeintlich) stärksten Aufstellung antreten. Nun ja, die meisten Punkte wurden dann aber
ausgerechnet von den Ersatzspielern geholt.
Den ersten halben Punkt schenkte uns Korbinian Smalldridge ein. Bei fast symmetrischer
Bauernstellung und ansonsten gleichem Material sah Merings Mann so gar keine Möglichkeiten
mehr und unterbreitete selbst einen Remisvorschlag.
Am Nebenbrett tat es ihm Alwin Smalldridge (man ahnt es, die beiden sind miteinander verwandt)
gleich. Von der noch auf dem Brett befindlichen Menge Materials und der dadurch erzeugten
Unübersichtlichkeit der Lage überwältigt, schien auch hier ein Unentschieden die sichere Lösung zu
sein.
Auf den vollen Punkt spekulierte derweil Werner Münnich. Allerdings gelang es seinem Gegner, sich
in ein Endspiel Läufer vs. Springer+Bauer zu retten, in dem es Werner dann nicht mehr vergönnt
war, seinen Landwirt zum Umwandlungsfeld zu führen. Ein weiteres Remis also.
Wieder einmal versemmelte Horst-Jörg König gleich die Eröffnung und kam aus selbiger mit einem
Springer weniger heraus. In der Vergangenheit war er in solchen Situationen komischerweise immer
ungeschoren davongekommen, diesmal klappte es mit dem Nebelkerzenwerfen aber nicht mehr.
Dieter Schmidt ließ uns dann jedoch auf besseres hoffen. Er erwies sich, zunächst in einem
Turm+Läufer+Bauern-Endspiel, dann im fortgeschrittenen Finale ohne Türme als der erfolgreichere
Planer. Zumal dann auch noch des Kontrahenten Rechenzeit rapide zur Neige ging und schließlich
das Blättchen viel. Ausgleich!
Die dicke Überraschung, d.h. den Gesamtsieg, lag schließlich bei Alessandro Terzitta auf der
Pfanne. In einem ziemlich haarigen Bauernendspiel hatte er sich eine eindeutige Gewinnstellung
erarbeitet, und nur der Schlussstein, der entscheidende letzte Zug fehlte noch zur Vollendung des
Kunstwerkes. Aber, schade, schade, Alessandro griff stattdessen zu einer sehr ästhetischen,
nichtsdestotrotz zum Verlust führenden Fortsetzung.